11. August - 249 Kilometer, BR 319 Brasilien

 

Nachdem wir am Vormittag gelernt haben wie man sich Ameisen zum Mückenschutz auf der Haut verreibt, welche Baumrinde gegen Malaria hilft, wie man ein Blasrohr baut und Maden isst, ohne dass sie ekelig im Mund zerplatzen, machen wir uns auf den Weg nach Süden. Offiziell gibt es dorthin keine Straße. Die BR319 wurde zwar Anfang der 1970er Jahre gebaut. Erst in letzter Zeit gibt es Bestrebungen, die einzige Straßenverbindung in den hohen Norden Brasilien wieder zu beleben. Gerüchte sagen sogar, dass sie bis zu WM 2014 wieder problemlos befahrbar sein soll. Schon bald jedoch offenbart die BR319 warum sie in Abenteurerkreisen einen einzigartigen Ruf genießt. Brüchige Teerpassagen wechseln mit ausgefahrenen Pistenabschnitten und mehr oder weniger fragilen Brückenkonstruktionen. Der Dschungel wuchert über die Trasse. Als es dunkel wird suchen wir uns einen Campplatz am Rand der Strecke – mit Verkehr ist hier nicht zu rechnen.

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